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Die Semperoper ist eines der berühmtesten Dresdner Bauwerke. Durch ihre beindruckende Architektur und glanzvolle Aufführungen erlangt das Opernhaus weltweit eine große Beachtung. Am heutigen Standort, dem Theaterplatz baute Gottfried Semper im Jahre 1841 ein Theater, welches 1869 durch einen Brand komplett zerstört wurde. Neun Jahre später entstand dann ein zweites Haus. Semper plante es im Stile der Neorenaissance. Er wurde durch die deutliche Gliederung in Bühnenhaus, Zuschauerraum, Wandelgänge und Foyer zum Vorreiter für den Theaterbau. Nach dem Bombenangriff von 1945 blieb lediglich die Fassade der Semperoper erhalten. Bis zum Jahr 1985 musste man auf die Wiedereröffnung warten. Genau vierzig Jahre nach ihrer Zerstörung am 13.Februar wurde die Oper mit Carl Maria von Webers "Der Freischütz" ein drittes Mal eingeweiht. Ein besonderes Event der jünsten Zeit ist der alljährliche Semperopernball. |
Die Frauenkirche gilt als die Dresdner Sehenswürdigkeit überhaupt. Ihre Geschichte ist einzigartig auf der Welt. Sie vereint Gotteshaus, Konzertsaal, Attraktion und Aussichtsplattform in einem Gebäude. Nach einem Beschluss des Stadtrates im Jahre 1722 wurde George Bähr mit der Planung beauftragt, die baufällig gewordene Kirche zu erneuern. Der Grundstein wurde vier Jahre später gelegt. Das Besondere ist die steinerne Glocke. Der Zentralbau misst etwa vierzig Meter Höhe. Darauf befindet sich eine Kuppel mit etwa 23 Meter Durchmesser. Nach oben schließt die Kirche mit einer hohen Laterne ab. Der bedeutendste Kuppelbau Nordeuropas stürzte zwei Tage nach den Bombenangriffen 1945 durch die extreme Hitze der brennenden Stadt ein. Lange Zeit galten ihre Trümmer als Mahnmal, bis 1994 dem Wunsch der Dresdner entsprochen wurde und der sagenhafte Wiederaufbau begann. Ermöglich wurde all dies neben staatlichen Geldern auch durch mehr als 100 Mio Euro Spendengeldern. |
Der Zwinger zählt zu den bedeutendsten Barock-Bauwerken des 18. Jahrhunderts. Als Käfig für Raubtiere wurde er natürlich nie benutzt. Ein Zwinger beschrieb damals den Raum zwischen innerer und äußerer Festungsmauer und bot sich deshalb wunderbar als Platz für Festlichkeiten an. Abermals war es Daniel Pöppelmann, der gemeinsam mit Balthasar Permoser von 1709 bis 1732 dieses Gesamtwerk schuf. Nach Anregungen aus Italien ließ August der Starke, der nicht nur Frauen, sondern auch exotische Zitrusfrüchte verehrte, den Zwinger ursprünglich als Orangerie errichten. Erst später bekam er die Funktion eines Festplatzes. Wichtige Bestandteile sind das Kronentor, zwei Pavillons, Brunnenspiele sowie das Nymphenbad. Im Jahre 1854 schloss der Semperbau im Stile der Hochrenaissance den Bau nach Nordosten hin ab. Interessant ist auch das Glockenspiel aus Meißner Porzellan. Im Zwinger findet man heute z.B. die Gemäldegalerie Alte Meister und den Mathem.-Physikal. Salon. |
Der Goldene Reiter zeigt den Kurfürst Sachsens und König von Polen, August den Starken, hoch zu Pferde. Wer in Dresden auf der Hauptstraße spazieren geht, kann das Reiterstandbild und Ruhmesmal nicht übersehen. Es befindet sich auf dem Neustädter Markt, der den Übergang von Alt- zur Neustadt bildet. August war noch am Leben, als bereits mit dem Bau des Goldenen Reiters begonnen wurde. Nach seinem Tode, wurde 1736 das Kunstwerk enthüllt. Der Kurfürst richtet, bekleidet nach Art eines antiken Cäsaren, seinen Blick in Richtung Polen. Unter der feuervergoldeten Hülle wurde als Grundmaterial Kupfer verwendet. Ein Guss aus Bronze war nämlich zu jener Zeit in Dresden nicht machbar. Ludwig Wiedmann schuf den golden glänzenden August wahrscheinlich nach einem Modell vom französischen Hofbildhauer Jean Joseph Vinache. In den Jahren 2001 bis 2003 war der Reiter samt Pferd zur Schönheitskur und hat nun inzwischen einen Überzug aus Blattgold. |
Der Große Garten ist der größte Park der Stadt. Auf einer Fläche von 147 Hektar gibt es genügend Möglichkeiten, einen wunderschönen Tag im Grünen zu verleben. 1676 gab Johann Georg III. den Auftrag diesen prachtvollen Garten anzulegen. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Anlage stetig weiter. So entstanden Alleen, Kavaliershäuser, Teiche, Springbrunnen und allem voran das Palais in barockem Baustil, welches sich zentral, inmitten der Hauptallee befindet. Auch zu Zeiten August des Starken wurde hier sehr lustvoll gefeiert. Heute empfehlen sich z.B. eine Fahrt mit der Parkeisenbahn, ein Besuch der Freilichtbühne "Junge Garde", die Besichtigung des Palais, Gondeln am Carolaschlößchen oder Entspannen auf den Wiesen oder in verschiedenen Biergärten. Da die Hauptallee einen festen Straßenbelag hat, wird hier auch gern Rad gefahren oder geskatet. An den Großen Garten grenzen auch Attraktionen wie der Zoo, der Botanische Garten und die Gläseren Manufaktur von VW. |
Der Fürstenzug spiegelt die Geschichte der Wettiner, dem ältesten deutschen Fürstengeschlecht wider. Über einen Zeitraum von mehr als 800 Jahren zwischen 1089 und 1904 werden alle Herrscher des sächsisch-meißnerischen Staates abgebildet. Der Zug befindet sich zwischen Hofkirche und Frauenkirche. Das monumentale Reiterstandbild wurde auf 25.000 Kacheln aus Meißener Porzellan aufgetragen. Als erster Wettiner führt Konrad von Wettin, Markgraf von Meißen den Fürstenzug an. Jener starb im Jahre 1157. Am Ende befindet sich Georg, König von Sachsen, der bis 1904 lebte. Als Schöpfer des Kunstwerkes bezeichnet man Wilhelm Walter, der 1864 einen Entwurf lieferte. Mit der Zeit hatte das Familienbild in Sgraffiti-Technik argen Schaden genommen. 1905 begannen die besten Maler den Fürstenzug auf die Meißener Porzellanfliesen zu übertragen. Auf einer Länge von 102 Meter und 10,5 Meter Höhe kann man die Unterglasmalerei heute bewundern. |
Die Sächsische Dampfschiffahrt mit ihren 9 historischen Raddampfern ist eine besondere Empfehlung. Ob eine “Schlösserfahrt” Richtung Pillnitz, ein Ausflug in die Sächsische Schweiz oder in die Weinregion um Meißen, genießen Sie es auf einem Schiff der weltweit ältesten und zugleich größten Flotte an Raddampfern. Die Schiffe wurden zwischen 1879 und 1929 in den Werften Blasewitz bzw. Laubegast gebaut. 1994 wurde die Flotte um zwei elegante Salonschiffe erweitert. Zwei kleinere Motorschiffe komplettieren diese einzigartige Ansammlung von Schiffen. Alljährliche Veranstaltungen sind u.a. die Dampferparade am 1.Mai oder das Dixiland-Festival, zu dem die Bands auf den Dampfern ihre Songs “schrammeln”. Auch Hochzeiten, Stollenfahrten und festliche Adventsrundfahrten gehören zum Programm. Zirka 700.000 Passagiere pro Jahr zählen die Schiffe auf dem Fahrgebiet von ca. 80 km zwischen Diesbar-Seußlitz und Bad Schandau. |
Schloss Moritzburg liegt etwa 15 km nordwestlich von Dresden. Es gilt als eines der imposantesten, barocken Schlösser, welches August der Starke, unter der Leitung seines Hofbaumeisters Pöppelmann, zwischen 1723 und 1733 zu einem Jagd- und Lustschloss umbauen ließ. Das Gebäude liegt inmitten einer künslichen Insel, umgeben von einem großen Teich. Die Gartenanlage ist großzügig angelegt. In der Nähe befinden sich auch das Fasanenschlößchen und der kleine Leuchtturm, am Ende einer Mole zum See. Moritzburg war und ist in unserer Zeit Kulisse für verschiedenste Filme. Hier wurde das wunderschöne DEFA-Märchen “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” gedreht. Seinen Namen verdanken Schloss und Ortschaft dem Bauherrn Herzog Moritz. Im Inneren befindet sich das Barockmuseum. Ledertapeten, Porzellane, Möbel, Gemälde und Geweihe sind hier zu bewundern. Nordwestlich des Fasanenschlösschens liegt das zirka 40 Hektar große Wildgehege. |
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