Ab 10. Dezember treibt die Hexe Baba Jaga endlich wieder ihr Unwesen im Theater “Komödie Dresden”. Zwei herrlich amüsante Teile gibt es von diesem Theaterstück, das im Jahre 2005 schon in seinem ersten Teil die erfolgreichste Theaterinszenierung Dresdens war.

Foto: Jan Gutzeit, Grafik: Tobias Fahnauer
Teil I
Der Grundstoff besteht aus der verrückten Hexe, einer emanzipierten Schönheit und einem schlichten Müllerburschen. Die schöne Anjuscha musste lange Zeit bei der bösen Hexe schufften, bevor ihr eines Tages die Flucht gelang. Verfolgt wird sie fortan von der Hexe und dem in einen Bären verwandelten Iwanuschka. Die Schabe Kolja versucht der lieben Anjuscha auf der wilden Jagd zu helfen. Begleitet wird das Ganze von Pleiten, Pech und Pannen.
Teil 2
Die böse Hexe Baba Jaga wurde mit einem Zauber verwandelt und seither ist es ruhig und friedlich im russischen Märchenwald, wo die beiden Zwillingsschwestern Maschenka und Daschenka leben. Die Mädchen sind in ihren Wesen sehr verschieden. Eines Tages treffen sie auf den Teufel. Er hat vor die Macht im Zauberwald an sich zu reißen. Doch durch ein lustiges Missgeschick taucht Baba Jaga plötzlich wieder auf. Und nun beginnt ein heißer Kampf um die Vorherrschaft im Märchenwald. Väterchen Frost und seine dicke Schneeflocke Snegurotschka dürfen neben weiteren tollen Figuren da auch nicht fehlen. Termine

v.l.: Margarethe Leopold (Maschenka), Ralph Martin (Hirsch Heinrich), Angelika Mann (Snegurotschka), Moritz Manuel Michel
(Teufel), Beate Laaß (Daschenka), Christian Kühn (Louis der Fliegenpilz) / vorn: Rainer König (Hexe) / Fotografin Denise Kühne

Teufel und Hexe / Fotografin Denise Kühne
Muss man den ersten Teil gesehen haben um den zweiten zu verstehen?
Nein, das ist keine Voraussetzung, obwohl man es schon tun sollte. Die beiden Teile sind zwei wundervolle Stücke, die auch getrennt voneinander erlebt werden können. Ich habe bis jetzt auch nur den II. Teil gesehen und war sehr begeistert. Die Autoren Michael Kuhn (30) und Georg Wintermann (53) haben zudem wirklich auf eine tolle Art und Weise die traditionellen Elemente mit der modernen Erzählweise kombiniert.
Die Komödie Dresden
Das “lustigste Theater der Stadt” befindet sich im World Trade Center in Dresden. Auch hier findet sich wie im Theaterstück Baba Jaga eine Parallele zwischen Moderne und Tradition. Zu Zeiten August des Starken im 18. Jahrhundert entstand das erste Opern- und Komödienhaus zu Dresden. Seit 1996 erfreuen sich Dresdner und deren Gäste im größten Sächsischen Privattheater mit 643 Plätzen.
P.S. Vielleicht schreibt ja der Autor auch mal kurz etwas zu seinem Stück?