Archiv für ‘Museen’ Kategorie

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Feybser am Freitag, den 5. März 2010 05:25

Große Pferdevitrine

Pferde mit osmanischen Reitzeugen Ende 17.Jh/Anfang 18.Jh - © Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: David Brandt

Eröffnung der Türckischen Cammer - Die Sammlung orientalischer Kunst in der kurfürstlich-sächsischen Rüstkammer im Residenzschloss Dresden.

Ab Sonntag, dem 7. März 2010 ist im Residenzschloss Dresden die Türckische Cammer für Besucher freigegeben. Man darf sich aber keineswegs eine kleine Kammer vorstellen, vielmehr erwartet die Gäste eine der prachtvollsten Sammlungen ihrer Art. Ebenfalls ist es der erste Schritt der Rückkehr der Rüstkammer ins Dresdner Residenzschloss. Die Türckische Cammer gilt nicht als neues, für sich alleinstehendes Museum, sie versteht sich als ein bisher nicht adäquat gezeigter Teil einer historischen Sammlung im Gefüge der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Zirca 600 orientalische und orientalisierende Objekte werden auf 750m² im zweiten Obergeschoss präsentiert.

Dresden und der Orient

Wie kommt man nun aber in Dresden zu Exponaten dieser besonderen Art? Teilweise handelt es sich um Beutestücke sächsischer Herrscher aus diversen Schlachten gegen die Osmanen, aber auch gezielte Ankäufe sind Bestandteil dieser Sammlung exotischer Kunststücke, die in Deutschland ihres Gleichen sucht. Der sächsische Hof schien offensichtlich starkes Interesse an der Lebensart und der Kunst des Orients zu entwickeln. Man war fasziniert von den vielen Kostbarkeiten. Beachtlich ist, dass ein Teil der Stücke unter osmanischem Einfluss in bedeutenden europäischen Werkstätten gefertigt wurde.

Zu betrachten sind unter anderem:

> prächtige Teile osmanischer Staatszelte
> umfangreichen osmanischen Prunkreitzeuge
> geschnitzten, lebensgroße Araberhengste
> Panzerhemden, Helme, Fahnen, Waffen und Gewänder

 Dolchgriffe

Drei osmanische Dolchgriffe, Mitte 16.Jh - © Rüstkammer, Staatliche Kunstdammlungen Dresden, Foto: Hans-Peter Klut /Elke Estel

 Zeltgalerie

Das große Dreimastzelt, 17.Jh - © Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: David Brandt

Das größte Objekt ist ein 20 Meter langes und 8 Meter breites und 6 Meter hohes osmanisches Staatszelt (siehe Foto) mit prächtigen Applikationen aus Seide und vergoldetem Leder. Es wurde aufwändig für mehr als 3,6 Millionen Euro restauriert. Bereits seit Anfang der 1990er Jahre arbeiteten die Restauratoren der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und viele freie Mitarbeiter auf höchstem Niveau an der Instandsetzung und Ausbesserung der Objekte.

Präsentation

Die Exponate werden teilweise in stark reduziertem Licht und nächtlicher Atmosphäre präsentiert. Dies dient auch zum Schutz der edlen Stoffe. Andere prachtvolle Objekte werden mit spezieller Beleuchtung in Szene gesetzt. Die Türckischen Cammer weist eine völlig neu gestaltete Raumpräsentation auf. Vor dem Zweiten Weltkrieg konnte man übrigens wenige Stücke der Sammlung im Johanneum, dem heutigen Verkehrsmuseum betrachten.

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sowie zum Eröffnungsprogramm erhält man auf den Seiten der Staatlichen Kunstsammlungen unter www.skd-dresden.de im Internet.

Zu den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden, die sich übrigens dieses Jahr im Jubiläumsjahr “450 Jahre Staatlichen Kunstsammlungen Dresden” befinden, gehören ebenfalls:

> Porzellansammlung
> Grünes Gewölbe
> Museum für sächsiche Volkskunst mit Puppentheatersammlung
> Kunstgewerbemuseum
> Galerie Neue Meister
> Kupferstich Kabinett
> Mathematisch Physikalischer Salon
> Gemälde Galerie Alte Meister
> Kunstbibliothek
> Münzkabinett
> Skulpturensammlung
> Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen

Wir wünschen viel Freude beim Besuch dieser besonderen Ausstellungen, die man sich nicht entgehen lassen darf!

Terrakotta-Armee in Dresden

Feybser am Montag, den 7. Dezember 2009 06:59

2002 verwirklichten sich Ralph Grüneberger und Burkard Pfrenzinger ihre gemeinsame Vision – nämlich Eindrücke von der größten archäologischen Entdeckung des 20. Jahrhunderts nach Europa zu holen.

Bis zum 15. März 2010 ist das ehemalige Heizkraftwerk der DREWAG in Dresden Mitte chinesisches Hoheitsgebiet. Denn die weltberühmten Terrakottakrieger aus dem Grab des ersten chinesischen Kaisers - Qin Shi Huang Di - werden erstmals in Dresden ausgestellt. Hierbei handelt es sich um die meisterhaft gefertigten chinesischen Nachbildungen des sensationellen Fundes des “Grabmals des ersten Kaisers von China - Qin Shi Huang Di ” und seiner Terrakottakrieger.

Lebensgroße Terrakotta-Figuren

Schon seit sieben Jahren ist die Ausstellung unterwegs durch Europa und gastierte zuletzt in Prag. Sie beinhaltet 1.000 Soldaten auf einem Schlachtfeld im Maßstab 1:10 und sagenhafte 180 lebensgroße Terrakotta-Figuren sowie einige Pferde in Lebensgröße. Hergestellt wurden die Figuren in alten Öfen, bevor sie ihre über 8.000 Kilometer weite Reise mit dem Schiff von China nach Europa antraten. Außerdem wird das Leben der Chinesen vor Christi Geburt auf farbigen Tafeln dargestellt.

Chinesische Mode vor über 2.000 Jahren

In der Ausstellung wird auch gezeigt, was die chinesischen Frauen vor tausenden Jahren getragen haben. Eine ausgewählte Crew in China hat aufgrund von Ausgrabungen, in welchen sie Stoffreste, Steinfiguren und auch Bilder gefunden haben, gemeinsam mit Designern die Kleider von damals rekonstruiert. Insgesamt werden 15 chinesische Modelle mit Echthaarperücken die Mode von vor beinahe 2.260 Jahren spektakulär präsentieren.

Terrakotta Armee in Dresden

Ausstellung in Dresden im HKW Mitte

Fotos: © Terra Präsenta GmbH

Die Ausstellung hat täglich 10-18 Uhr geöffnet. Eine Karte zu der Veranstaltung bekommt man als Erwachsener ab 10,50 Euro. Am 24./25.12. sowie am 31.12. und 01.01. bleibt die Armee aber unter Verschluss. Tickets gibt es in der Ausstellung, bei eventim, dem SZ-Ticketservice und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Quelle: Concert&Management GmbH

Hochschule für Bildende Künste Dresden

Feybser am Mittwoch, den 18. November 2009 12:10

 Oktogon

Noch bis zum 22.11.2009 wird das wundersame Blinklicht in der Kuppel der Hochschule für Bildende Künste (Zitronenpresse) zu sehen sein. Ich habe gestern mit einer sehr netten Mitarbeiterin des Hauses gesprochen. Schon viele Leute haben wegen des Lichteffektes bei ihr angerufen. Einige weil sie sich belästigt fühlen und einige wie ich, die es interessant finden. Es ist eben mal was anderes in der altehrwürdigen Silhouette der Stadt. Dem Anderen tritt man, wie wir schon oft festgestellt haben, in Dresden leider skeptisch denn offen gegenüber.

Die Ausstellung der aktuell lehrenden Künstlerprofessorenschaft der HfBK Dresden “berufen” ist es, die seit dem 8. Oktober von diesem Blinklicht begleitet wird. Es hat auf jeden Fall für Aufmerksamkeit gesorgt und das stimmt die Initiatoren doch recht positiv. Die Präsentation, zusammengestellt von ProfessorInnen des Studiengangs Bildende Kunst ist noch bis Sonntag täglich zwischen 11 bis 18 Uhr im Oktogon der HFBK Georg-Treu-Platz 1 zu sehen. Ein Besuch lohnt sich garantiert.

Turmfest Technische Sammlungen

Feybser am Sonntag, den 8. November 2009 06:33

Ernemann Turm Technische Sammlungen Dresden Turmfest

Ernemannturm an der Jungansstraße 1-3

Heute steigt in den Technischen Sammlungen Dresden das 14. Turmfest. Zwischen 10 bis 18 Uhr schwingt und klingt das Museum. Die Kinder werden sicher viel Freude am Musizieren mit Pfannen, Töpfen, Schüsseln und Flaschen und Gäsern haben. Diverse Quizspiele stehen ebenfalls bereit.

Um 16 uhr startet eine Feuershow und im Anschluss gibt es ein Phonolakonzert, hinter dem sich ein historisches Klavierspielinstrument verbirgt. Es wird auch Gelegenheit geben, selbst kleine Musikinstrumente zu bauen. Natürlich erhält man durch verschiedene Vorträge weitere, interessante Informationen zum Thema Hören - wie klingen zum Beispiel Proteine?

Schlössertag Umgebung Dresden

Feybser am Samstag, den 10. Oktober 2009 21:56

Gewiss ist es ganz interessant und vor allem für die Kinder sehr spannend morgen ein paar Schlösser in Dresdens Umgebung aufzusuchen. Viele sächsische Burgen, Gärten und Schlösser veranstalten einen großen Familien-Erlebnistag. Beispielsweise das Schloss Weesenstein bietet Mittelalter zum Anfassen. Es ist wirklich sehr schön da, wir müssten bald mal wieder hin fahren. Vor allem die hauseigene Brauerei im Schlösskeller ist sehr zu empfehlen. Im Barockgarten Großsedlitz finden dazu passend, barocke Spiele mit August an mehreren Stationen zwischen 13 und 16 Uhr statt. Auf der Festung Königstein ist der Schießkapitän zwischen 11 und 17 Uhr auf der Suche nach dem Schlüssel. Die Festung Dresden bietet von 11 bis 18 Uhr Sonderführungen an. Auch die Schlösser Wackerbarth, Moritzburg, Pillnitz und Lingner sind unter vielen anderen beteiligt.

Festung Königstein

Die Festung Königstein

 Barockgarten Großsedlitz

Barock Garten Großsedlitz

 Schlossanlage und Park in Pillnitz

Schloss- und Parkanlage in Pillnitz

Mit der sachsenweit gültigen Schlössertourenkarte hat man die Möglichkeit, sich umfassend mit der sächsischen Kultur zu beschäftigen und diese kennenzulernen und man kann dies außerdem mit jeder Menge Ferienspaß verbinden.

Ich habe eben noch gelesen, dass auf Schloss Moritzburg seit heute eine Sonderausstellung zur Entstehung des so beliebten Märchenfilms “Drei Nüsse für Aschenbrödel” aus dem Jahr 1973 eröffnet wurde. Zum Auftakt wird es natürlich morgen eine Filmvorführung geben. Bis zum 10. Januar 2010 immer 10 bis 17 Uhr hat man noch die Möglichkeit, auf den Spuren des lieben Aschenbrödels zu wandeln.

 Schloss Moritzburg

Schloss Moritzburg

Der Saurierpark in Kleinwelka

Feybser am Dienstag, den 14. April 2009 06:46

Saurierpark Kleinwelka

Einer unserer Osterausflüge führte uns nach Kleinwelka in den Saurierpark. Der Ort liegt nicht weit von Bautzen entfernt und ist über die Autobahn A4 recht gut und schnell von Dresden aus zu erreichen. Man nimmt einfach die Ausfahrt Kleinwelka und folgt der Ausschilderung. Viele andere Familien hatten offenbar die gleiche Idee, doch das Gelände ist sehr groß und so wirkte es keinesfalls überlaufen.

Überall im Wald und auf der Anlage begegnet man den riesigen Dinosauriern. Aber auch Urmenschen sind zu betrachten. Für die Kinder gibt es ein großes Angebot sich spielerisch zu betätigen, z.B. den großen Weltraumspielplatz. Im Saurierpark sind insgesamt über 200 Saurier zu bestaunen. Darunter der berühmte Tyrannosaurus Rex oder der 15 Meter hohe Brachiosaurus.

“Seit nunmehr 30 Jahren staunen Besucher fasziniert über die Saurier bei Bautzen. Den Grundstein für den heutigen Saurierpark legte 1978 Franz Gruß. Damals begann er auf seinem Privatgrundstück (dem heutigen Sauriergarten) Saurier zu modellieren. Zunächst wunderten sich die Leute über seine ungewöhnliche Gartengestaltung. Doch sein Grundstück wurde schnell bekannt und viele Besucher schauten sich seine Modelle an. Franz Gruß setzte sein Arbeit später im direkt angrenzenden Park fort. Schnell begann sich der Park mit eindrucksvollen Sauriern zu füllen. Bis 1991 arbeitete Franz Gruß im Saurierpark. Seine Arbeit wird heute von Thomas Stern fortgeführt.” Quelle: www.saurierpark.de

 

Eingang SaurierparkSaurier im UrzeitparkUrzeitvolk in Kleinwelka

Die Öffnungszeiten 2009 vom 1. April beginnend bis zum 01. November sind von 09:00-18:00 Uhr und im Juli und August bis 19:00 Uhr. Die Eintrittspreise richten sich danach, wie groß die Gruppe ist. Ein Erwachsener zahlt ohne Gruppenrabatte neue Euro, Kinder ab 5 bis 16 Jahre fünf Euro. Eine Familienkarte lohnt sich auf alle Fälle.

Wir hatten sehr viel Spaß und drei Stunden waren im Nu vergangen, man könnte bestimmt auch den ganzen Tag dort verbringen.

Dresdner Loktreffen - 8 Dampfloks dabei

Lex am Freitag, den 20. März 2009 11:31

Am 21. und 22. März gibt es wieder ein Loktreffen am Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt. Die Veranstaltung organisieren das Eisenbahnmuseum (BW) Dresden-Altstadt mit dem Verkehrsmuseum Dresden und der Firma Sonderzugveranstaltung Chemnitz . Highlight werden natürlich die 8 erwarteten Dampfloks sein.  Auch aus dem benachbarten Ausland, nämlich aus dem tschechischen Decin sollen Ungetüme aus Eisen anreisen. Für Fans sicher ein Termin der schon lange im Kalender steht. Ich gebe zu, dass mich die alten Gefährte auch irgendwie faszinieren. Haben noch eine Seele die alten Rösser!

Die Gläserne Manufaktur Dresden

Feybser am Montag, den 16. Februar 2009 08:25

Am Rande des Großen Gartens in Dresden befindet sich die einzigartige Gläsernen Manufaktur von Volkswagen. Hier wird die Nobelkarosse des Konzerns gefertigt, der VW Phaeton. Eingeweiht wurde die Fabrik am 19. März 2002. Der Beginn der Produktion war schon ein wenig zuvor am 11. Dezember 2001. Die „Automobilmanufaktur Dresden GmbH“ betreibt das Unternehmen als eine VW-Tochter Gesellschaft. Wer hier an rauchende Schornsteine, Lärm und Schmutz denkt, der irrt sich gewaltig. Hinter den riesigen Glasfronten trifft Automobilproduktion auf höchstem Niveau auf Kultur und Transparenz. Ermöglicht wird dies vor allem dadurch, dass hier nur die Endmontage des Fahrzeuges stattfindet. Alle Teile werden “just in time” angeliefert. Sogar die Karosserie kommt mit dem Transporter. Andere Teile werden vom Logistikzentrum aus mit der blauen VW-Straßenbahn (Cargo-Tram), betrieben durch die Dresdner Verkehsbetriebe, direkt angeliefert.

Der Transport im inneren des Hauses erfolgt durch ein fahrerloses Transportsystem (FTS). Über 60.000 unter dem Parkett eingearbeitete Magneten steuern die batteriebetriebenen Trägerwagen. Das Hauptelement der Fertigungslinie ist nicht etwa ein herkömmliches Fließband. Ein vollständig mit Parkett belegtes Schuppenband aus 29 Gliedern bewegt sich ganz langsam im Oval. Darauf stehen die Fahrzeuge zur Montage. Von Mitte 2005 bis Ende 2006 lief hier auch der Bentley Continental Flying Spur vom Band. Das Bentley-Werk in Crewe/Groß Britannien war damals auf Grund der hohen Nachfrage völlig ausgelastet und Dresden half aus.

Mit der Manufaktur in Dresden setzt man auch auf Tradition. Man besinnt sich auf das erste weiße Porzellan Europas, auf die erste deutsche Lokomotive und die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt. Die Geschichte des Manufaktur Handwerkes in Dresden wird mit dem Phaeton fortgesetzt und neu interpretiert. Die Kombination aus Fertigung und Erlebniswelt ist wirklich faszinierend. Nicht umsonst gilt die Anlage auch als Museum und Veranstaltungsort für viele Kongresse oder Konzerte. Die Manufaktur arbeitet zum Beispiel sehr eng mit der Semperoper zusammen. Während der Flut wurden Aufführungen sogar von der Oper in die Gläserne Fabrik verlegt.

Allen Bürgern steht das Besucherforum auf zwei Ebenen offen. Täglich zwischen 9 und 18 Uhr werden Führungen angeboten. Für Kinder gibt es spezielle Führungen. Aber auch auf eigene Faust kann man sich über die Automobilproduktion informieren. Man hat die Möglichkeit das Schuppenband und die darauf stattfindende Montage zu beobachten, eine Faht im Fahrsimulator zu wagen, oder die Hochzeit eines Fahrzeuges zu erleben. Das ist die Zusammenführung zwischen Karosserie und Plattform des Autos. Kunden werden zu diesem Höhepunkt sogar eingeladen und können auf Vereinbarung auch selbts an ihrem Fahrzeug mitbauen. Die Auslieferung der Fahrzeuge an den Kunden werden sensationell in Szene gesetzt.

Gläserne Manufaktur DresdenRiesige GlasfrontenKarosserien lagern hinter den ScheibenHaupteingang mit Ausfahrtrampe bei Neuauslieferung und Fahrzeugturm

Moderne Architektur, besonders abends imposant mit farbiger Beleuchtung und 40m hohem Fahrzeugturm

Ich war selbst schon mehrfach in der Manufaktur und hatte die Möglichkeit ein wenig hinter die Kulissen zu schauen. Ein tolles Erlebnis kann ich nur bestätigen und jedem einen Besuch empfehlen. Danach bieten sich noch viele Freizeitmöglichkeiten im Großen Garten. Eine Fahrt mit der Parkeisenbahn, ein Zoobesuch, Spazieren gehen, Baden im Arnoldbad, das Hygienemuseum, alles befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft, direkt in der Stadt.

Kostenloser Museumseintritt in Dresden

Feybser am Sonntag, den 21. Dezember 2008 13:45

Bis zum 8. Februar 2009 erlässt die Stadt Dresden den sächsischen Arbeitslosengeld II/Hartz IV-Empfängern den normalerweise fälligen Eintrittspreis zu den staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Ein kostenloser Besuch ist somit möglich. “Die Teilhabe möglichst vieler an Kultur und am kulturellen Erbe ist zentrales Anliegen einer Kultureinrichtung in öffentlicher Trägerschaft”, sagte Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange. Und wer eh schon wenig Geld zum Leben hat, der verzichtet wahrscheinlich auf einen Museumsbesuch. Ab morgen beginnt die Aktion. Ein sehr schönes Angebot, was die Stadt den Menschen damit macht. Auch die im Bewilligungsbescheid genannten Angehörigen dürfen kostenfrei mit in die staatlichen Kunstsammlungen kommen. Inbegriffen sind sogar alle Dauerausstellungen wie auch Sonderausstellungen. Die einzige Ausnahme bildet aus organisatorischen Gründen das Historische Grüne Gewölbe.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören zu den bedeutendsten Museen der Welt. Insgesamt elf Museen bieten eine Themenvielfalt, welche in ihrer Art einzigartig ist.

- Grünes Gewölbe
- Kupferstich-Kabinett
- Münzkabinett
- Gemäldegalerie Alte Meister
- Rüstkammer
- Porzellansammlung
- Mathematisch-Physikalischer Salon
- Galerie Neue Meister
- Skulpturensammlung
- Kunstgewerbemuseum
- Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung

Erich Kästner

Feybser am Sonntag, den 23. November 2008 08:20

Am liebsten hockte ich dann auf der Gartenmauer und schaute dem Leben und Treiben auf dem Albertplatz zu…“. Der Schriftsteller Erich Kästner wurde 1899 in Dresden geboren. Er studierte in Leipzig die Fächer Geschichte, Germanistik, Philosophie und Theatergeschichte. Er ging darauf 1927 nach Berlin und arbeitete dort als freier Schriftsteller. Es war die Zeit in der die bis heute erfolgreichen Kinderbücher “Emil und die Detektive”, “Pünktchen und Anton” und “Das fliegende Klassenzimmer” erschienen. Kästner übte Kritik am Spießbürgertum und am Faschismus. Als Folge wurde er 1933 und 1937 verhaftet und ihm wurde das Schreiben und Veröffentlichen untersagt. Nach dem Krieg wurde er sofort wieder aktiv und es erschienen neue Werke. So zum Beispiel 1946 “Gruß nach vorn”. An seine vorangegangenen Erfolge knüpfte Erich Kästner mit dem Jugenduch “Das doppelte Lottchen”, welches 1949 erschien, an. An den begnadeten Dichter erinnern in Dresden eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus in der Königsbrücker Straße 66 (Dresden Neustadt) und eine Bronzestele am Albertplatz. Dort liegen 37 Bücher unter dem Hut des Dichters und zwei weitere daneben, alle Bücher die er geschrieben hat.

Emil und die Detektive

Wer sich für das Leben und Schaffen des Schriftstellers interessiert oder mehr darüber erfahren möchte, der geht am besten in das Erich-Kästner-Museum am Albertplatz gegenüber des Verkehrsbetriebe-Hauses. Das Haus beherbert einen Mikrokosmos und ist eines der kleinsten und ungewöhnlichsten Museen der Stadt Dresden. Es ist auch bekannt als Villa Augustin, welche seinem reichen Onkel gehörte. Kästner selbst lebte als Junge aber eher bescheiden. Im Museum muss man als Besucher selbts aktiv werden um den Spuren des Autors zu folgen. Man bedient multimediale Elemente, öffnet Schubladen und kleine Schatzkisten. Das Gebäude beschrieb Erich Kästner in dem 1957 erschienenen Buch “Als ich ein kleiner Junge war” folgendermaßen: “Haus ist nicht ganz das richtige Wort. Es handelte sich um eine zweistöckige Villa mit einem schattigen Garten, der fast ein Park war”.

Der junge Erich Kästner auf der Mauer am Albertplatz

Erich Kästner als Junge auf der Mauer an der Villa Augustin am Albertplatz

 

 Villa Augustin Erich Kästner Museum

Die Villa Augustin - Erich Kästner Museum 

Über unsere Stadt, die 1945 völlig erstört wurde, schrieb er ebenfalls in diesem Buch, das seine Kindheitserinnerungen widerspiegelt: “Dresden war eine wunderschöne Stadt, voller Kunst und Geschichte, trotzdem kein von sechshundertfünfzigtausend Dresdnern zufällig bewohntes Museum. Die Vergangenheit und die Gegenwart lebten miteinander im Einklang…“. Ein bewohntes Museum, das finde ich trefflich geschrieben, so empfinde ich das Leben in Dresden auch heute sehr oft.

Erich Kästner Museum
in der Villa Augustin
Antonstraße.1
01097 Dresden
Tel. (0351) 8 04 50 86

Öffnungszeiten:
Sonntag, Montag, Dienstag: 10-18 Uhr
Mittwoch: 10 - 20 Uhr
Donnerstag: Reserviert für Gruppen-/ Schulklassen (nur nach telephonischer Voranmeldung)
Freitag, Samstag: geschlossen


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