Konsum Dresden
Lex am Montag, den 29. Juni 2009 20:09 UhrWelcher “Ostler” kennt ihn nicht, den guten alten Konsum! Neben der als immer etwas höherwertig geltenden HO (Handelsorganisation) waren die Konsum -Läden, -Kaufhallen und -Gaststätten von Kap Arkona bis zum Erzgebirge prägendes Bild in der DDR. In den Zeiten des Mangels war man überglücklich mal Radeberger Bier oder im Sommer ein paar Pfirsiche zu ergattern. Oftmals war Schlangestehen angesagt.
Heute gibts bis auf ein “besonderes Fleckchen Erde” den Konsum auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nicht mehr flächendeckend bzw. gar nicht mehr.
Wer denkt, der Konsum sei eine Erfindung des real existierenden Sozialismus gewesen, der irrt! Bereits 1888 gründete sich der Konsum Verein “Vorwärts” e.V. für Dresden und das Umland. Heute ist die Konsum Dresden e.G. wieder Marktführer der Lebensmittelmärkte in Dresden. 14 Kaiser-Märkte der Tengelmann Gruppe wurden im Jahr 2000 übernommen.
Der alte angestaubte Konsum hat sich geputzt und erhielt in der Zwischenzeit sogar mehrere Preise, Auszeichnungen und Awards. Auch Mitglied kann man wieder werden. Heute gibt es allerdings eine Card statt des Büchleins in das man die Bonusmarken kleben konnte. Wer kennts noch? So ein Bonus macht sicher ein wenig Sinn, denn zu den billigsten Märkten gehört der Konsum nicht. Ich nehms ab und an in Kauf, denn hier kann man sogar mal nach was Besonderem stöbern und das Greifen in den Pappkarton macht ja auch nicht immer Spaß.
Der Konsum expandiert übrigens. Filialen gibts nun auch in Plauen und besonders interessant in Erlangen und Nürnberg! Das man im Westen mal sagen würde: “Ich geh mal in den Konzsch…” wer hätts gedacht?








29. Juni 2009 um 21:07
Der Konsum ist ein sehr gut geführtes Unternehmen. In den Märkten fühlt man sich wohl und da geh ich gern einkaufen. Der Markt in der Schillergalerie wurde glaube mal als bester Markt Deutschlands gekrönt.
Die Marken habe ich früher gern mit eingeklebt. Wir mussten sogar noch extra Seiten basteln, weil wir so viele Marken hatten.
In der neuen Centrum Galerie wird es auch einen Konsum geben - der heißt dort Frieda Markt. Ich glaube auch in den alten Bundesländern hat der Konsum eine gute Chance.
Ich bin mir nicht sicher, ob es eine Kooperation mit EDEKA gibt, man findet ab und zu Produkte von denen im “Konzsch”.
30. Juni 2009 um 08:22
Nicht mehr, die Marken sollen auslaufen oder schon ausgelaufen sein. Soweit ich weiß, haben sie jetzt für die BIO-Produkte einen anderen Lieferanten (das war früher EDEKA).
30. Juni 2009 um 08:48
Aha, muss ich mal drauf achten.
30. Juni 2009 um 09:00
Ja, aber es ändert sich zum Teil am Produkt nichts, EDEKA hat ja nicht nur Eigenmarken geliefert. Was auf meinem Müsli steht, ist mir eigentlich egal. Hauptsache, es schmeckt;-)
30. Juni 2009 um 12:51
“konsum” war auch bei uns im nordwesten (kiel) ein begriff für den örtlichen lebensmittelversorger.
meine oma sagte zum beispiel immer, dass sie noch “zum konsum” müsse, der laden hieß wohl früher tatsächlich konsum, später dann coop. siehe dazu auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Coop_eG
1. Juli 2009 um 15:29
Ist ja interessant Tomasz. Das wußte ich auch noch nicht. Danke für den comment alter Ostexperte!
1. Juli 2009 um 21:09
Der Konsum geht in den Westen, in Erlangen machen Sie Gewinne (und jetzt gerade den 2. laden auf) in Dresden (der Heimat ) nicht. Die Dresdner gehen halt in den Netto… daher wird man hier das Konzept umstellen und sich deutlich verkleinern und auf Frischemärkte umstellen.
1. Juli 2009 um 21:28
Wäre schade!
1. Juli 2009 um 22:01
Ich habe natürlich keinen Einblick in die Zahlen. Es muss aber in Dresden definitiv auch Märkte geben, die Gewinn erzielen. In der Schillergalerie ist wirklich viel los (und ich kaufe da auch sehr gern ein). Wenn der Markt nicht profitabel arbeitet, weiß ich es auch nicht …