Red Bull Leipzig
Lex am Montag, den 1. Juni 2009 06:30
Und wieder müssen wir einmal kurz in die Messestadt schwenken. Wie bekomm ich da die Kurve zu Dresden? Ganz einfach. Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg an die Mannschaft von Dynamo Dresden II! Die Jungs von Trainer Matthias Mauksch werden in der nächsten Saison die NOFV Oberliga Süd (5. Liga) bereichern. Einige bekannte Namen trifft man da. So gehören u.a. die Zweitvertretungen von Erzgebirge Aue, Carl Zeiss Jena, Rot Weiß Erfurt und Magdeburg dazu. Weiterhin trifft man dort auf den FSV Zwickau und zwei Leipziger Vereine. Den FC Sachsen Leipzig und den Erzrivalen Lokomotive Leipzig. Was für eine Liga!
Ein dritter Leipziger Verein wird nun aller Wahrscheinlichkeit hinzukommen. Der 5. Ligist SSV Markranstädt, Verein des kleinen Leipziger Vorortes, soll unter Federführung des weltweit agierenden Limonaden-Konzernes Red Bull unter dem Namen RB Leipzig starten. RB steht dabei für “Rasen Ball“. Red Bull wäre in Deutschland vereinsrechtlich noch nicht gestattet. Unter professionellen Strukturen und mit jeder Menge Geld soll der Verein reif für die Bundesliga gemacht werden. Mehrere Aufstiege in kurzer Zeit klar das Ziel.
Trotz treuer Fans von Sachsen- und Lok Leipzig, welche sich dies nicht antun werden, lechzt der Leipziger Fußball nach Höherklassigkeit. Die Chance das leer stehende Zentralstadion einmal gefüllt zu bekommen wäre gegeben. Das Potential ist in jedem Fall vorhanden! Spätestens in Liga drei oder zwei. Michael Kölmel hat bereits die Namensrechte am Stadion zum Verkauf angeboten. Verständlich, so kommt der Medienmogul vielleicht seit langem mal wieder zu Geld. Das 44.000 Zuschauer fassende Zentralstadion bis heute ein Investmentgrab.
Zentralstadion Leipzig oder bald Red Bull Arena?
Wie sehen wir nun so einen Konstrukt? Ganz klar hält sich bei so einer Meldung die Freude eines jeden Fans in Grenzen. Traditionsvereine wie Sachsen Leipzig und Lok Leipzig werden wohl definitiv auf der Strecke bleiben bzw. mittel- und langfristig in Leipzig kaum Chancen haben. Retortenvereine sind alles andere als beliebt. Geld und Kommerz machen den ehrlichen Sport kaputt!
Auf der anderen Seite muß man einfach bemerken, dass es im Osten ohne einen Großinvestor niemals die Chance auf einen längerfristig, erfolgreichen Bundesligisten geben wird. Dem ist einfach so. Als letzter Verein aus dem Gebiet der ehemaligen DDR ist nun auch Energie Cottbus aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Nun ist man im Westen wieder unter sich. Diese Entwicklung, wenn es je eine im Ostfußball gab, stimmt traurig.
Red Bull ist im Fußball bereits in Salzburg und New York engagiert, nennt zwei Formel 1 Teams sein Eigen und ist im Air Racing aktiv.
